Eine neue Variante
Katrin lässt sich ja immer wieder mal etwas Neues einfallen.
Dieses Mal legte sie mit einem Opfer einen Trail. Drei Stunden später ging das Opfer erneut die Strecke ab bis zu einer Kreuzung. Hier ging das Opfer einen neuen Weg bis zu einem Versteck im Wald.
Chiaro meisterte auch diese neue Aufgabe bravourös. An der besagten Kreuzung wählte er ohne Zögern die frische Spur und erlöste das arme Opfer, das sich im Wald verlaufen hatte und in der herein brechenden Dunkelheit ausharren musste.
Chiaros längster Trail
Chiaros bisher längster Trail endete erfolgreich. Nach einer Strecke von 1,4 bzw. 1,6 km fand er das Opfer. Zuerst suchte Candy die vermisste Person, die sich im Wald versteckt hatte. Danach kam Aiko an die Reihe. Zuletzt durfte Chiaro den Trail laufen. Zuerst ging der Weg entlang der Wiesen, wo Pferde auf ihren Koppeln grasten. Danach führte die Spur des Opfers vorbei an Fischteichen und nach einem steilen Aufstieg in den kühleren Wald. Nach etwa 300 Metern ging es wieder bergab, wo ein Bach etwas Erfrischung bescherte. Chiaro hob plötzlich den Kopf, nahm Witterung auf und wollte den steilen, felsigen Abhang nach oben gehen. Der war aber zu steil und er suchte eine bessere Möglichkeit, um zum Opfer gelangen. Er musste den Bach entlang gehen, diesen dann durchqueren und nach einem Anstieg musste noch ein kleiner Steg überbrückt werden. Chiaro fand das Opfer nach einem weiteren Anstieg im Wald auf einer Bank sitzend. Das war eine Superleistung!
Treffen der Mantrailer in Elz im März 2011
Der Tagesablauf wird organisiert
Eintreffen der Teilnehmer
Browny startet
Für das leibliche Wohl der Menschen ist auch gesorgt
Chiaro macht gute Fortschritte in der Ausbildung zum Mantrailer
Chiaro hat zum ersten Mal eine längere Strecke abgesucht, ohne Sichtkontakt mit dem Opfer zu haben. Das Opfer hat sich noch verabschiedet und hat sich außer Sichtweite entfernt. Chiaro hat sehr sicher die Spur verfolgt und die Person gefunden.
Der Schwierigkeitsgrad der Suche hat sich noch gesteigert. Das Opfer hat sich nur kurz von Chiaro, der im Auto saß, verabschiedet. Zuerst hat Joy die Person gesucht. Chiaro musste die ganze Zeit im Auto warten, hat aber immer wieder in die Richtung, wo das Opfer verschwunden ist, geschaut. Als er nun zur Suche dran kam, war er sehr motiviert, die vermisste Person zu finden. Er nahm den Geruch sofort auf und nach zirka 350 Metern konnte er das Opfer finden.
August 2010
Chiaro suchte ganz konzentriert eine längere Strecke ab. Er hatte einen starken Zug auf der Leine. Der Trail war ziemlich schwierig, so musste er durch einen Graben und anschließend folgte eine große Freifläche, die ein Teil eines Industriegebietes ist. Er war sehr spursicher und fand das Opfer nach zirka 450 Metern im Gebüsch.
Fertigmachen zum Start
Das Suchgeschirr wird angelegt
Kurz vor dem Start
Die Nase wird eingesetzt
Chiaro sucht sicher und schnell die vermisste Person
Mal mit tiefer Nase ....
vermisste Person gefunden
... das habe ich doch gut gemacht
Nach erfolgreicher Suche darf er sich im Auto ausruhen
Protokoll vom 11.06.2010
Datum: 11.06.10 Treffpunkt: Plaidt, Fraukircherstraße 50/unter A 61-Brücke
Mantrailing – Protokoll
Hund: …Chiaro………….. HF: …Ulrike………. VP:…Manuela..
|
Verabschieden |
ja |
x |
|
kurz |
x |
|
|
nein |
|
Geruchsartikel: Socken
|
Hund sieht VP weggehen: |
Ja x |
nein |
|
HF bekannt |
Ja x |
nein |
|
Backup - Person |
Ja x |
nein |
Trail: Alter: 30 min…… Länge: 350 m
|
gelegt um 20.00 Uhr |
|
gesucht um 20.30 Uhr |
||||||
|
Wetter: |
|
|
|
Wetter: |
|
|
|
|
|
Sonne |
x |
bewölkt |
x |
Sonne |
x |
bewölkt |
x |
|
|
Regen |
|
windstill |
x |
Regen |
|
windstill |
|
|
|
feuchte Luft |
x |
windig |
x |
feuchte Luft |
x |
windig |
x |
|
|
trockene Luft |
|
stürmisch |
|
trockene Luft |
|
stürmisch |
|
|
|
Markierung: |
|
|
Kreide |
|
|
Fähnchen |
|
|
GPS |
|
Gelände: zuerst asphaltierte Straße, dann Feldweg Schwerpunkte: zwei Abzweigungen
|
Wald |
|
|
Wiese/Feld |
x |
|
Asphalt |
x |
|
Ortsrand |
|
|
Ort |
|
|
Stadt |
|
Sonstiges: Manuela hat sich nur kurz von Chiaro verabschiedet, der noch im Auto saß
Zuerst suchte Joy das Opfer
Chiaro schaute immer wieder aus dem Auto in die Richtung, wo Manuela sich entfernt hatte.
Als Chiaro aus dem Auto herausgeholt wurde, war er sehr motiviert, die Suche zu beginnen.
Auf dem Trail war er sicher, hat mal das Bein gehoben
……………………………..........
…………………………………..
|
Hund war: |
am Start |
im Verlauf |
|
motiviert |
x |
x |
|
übermotiviert |
|
|
|
fahrig |
|
|
|
abgelenkt |
|
|
|
unmotiviert |
|
|
|
sicher |
x |
x |
|
unsicher |
|
|
|
Anzeige war : |
|
|
sicher |
x |
|
mit Hilfe |
|
|
Fund: |
ja |
nein |
mit Hilfe |
|
|
x |
|
|
Position VP: Sitzend auf Stein am Feldrand
Art der Anzeige:
Bemerkungen/Skizze:
Protokoll vom 04.06.2010
Datum: 04.06.10 Treffpunkt: Andernach/Eich/Sportplatz
Mantrailing – Protokoll
Hund: …Chiaro………….. HF: …Ulrike………. VP:…Sigrid……………………..
|
Verabschieden |
ja |
x |
|
kurz |
x |
|
|
nein |
|
Geruchsartikel: Haarband
|
Hund sieht VP weggehen: |
Ja x |
nein |
|
HF bekannt |
Ja x |
nein |
|
Backup - Person |
Ja x |
nein |
Trail: Alter: direkt…… Länge: 200 m
|
gelegt um 20.00 Uhr |
|
gesucht um 20.10 Uhr |
||||||
|
Wetter: |
|
|
|
Wetter: |
|
|
|
|
|
Sonne |
x |
bewölkt |
|
Sonne |
x |
bewölkt |
|
|
|
Regen |
|
windstill |
x |
Regen |
|
windstill |
x |
|
|
feuchte Luft |
|
windig |
|
feuchte Luft |
|
windig |
|
|
|
trockene Luft |
x |
stürmisch |
|
trockene Luft |
x |
stürmisch |
|
|
|
Markierung: |
|
|
Kreide |
|
|
Fähnchen |
|
|
GPS |
|
Gelände: Waldweg Schwerpunkte: vier Abzweigungen
|
Wald |
x |
|
Wiese/Feld |
|
|
Asphalt |
|
|
Ortsrand |
|
|
Ort |
|
|
Stadt |
|
Sonstiges: ………………………….
Die erste Abzweigung links falsch, kommt aber selbstständig zurück, danach sehr sicher
…………………………………..
……………………………..........
…………………………………..
|
Hund war: |
am Start |
im Verlauf |
|
motiviert |
x |
x |
|
übermotiviert |
|
|
|
fahrig |
|
|
|
abgelenkt |
|
|
|
unmotiviert |
|
|
|
sicher |
x |
x |
|
unsicher |
|
|
|
Anzeige war : |
|
|
sicher |
x |
|
mit Hilfe |
|
|
Fund: |
ja |
nein |
mit Hilfe |
|
|
x |
|
|
Position VP: Hocke auf schmalem Waldpfad
Art der Anzeige:
Bemerkungen/Skizze:
Nasenarbeit - Mantrailing
Chiaro wird als Personensuchhund ausgebildet.
Was ist mantrailing?
Hunde sind Nasentiere (Makrosmatiker), d. h. sie orientieren sich stark mit ihrem Geruchssinn. Die Nase ist das leistungsfähigste Sinnesorgan der Hunde. In dieser befinden sich winzige Nasenmuscheln, die mit der Riechschleimhaut überzogen sind. Deren Oberfläche misst bei manchen Hunderassen - etwa beim Hovawart - beachtliche 200 Quadratzentimeter. Damit ist sie so groß wie ein kleines Taschentuch. Auf der Schleimhaut sitzen die Riechzellen. Bis zu 220 Millionen tummeln sich in mancher Hundenase. Die Sensoren unterscheiden Gerüche und leiten die Informationen dann über Nervenbahnen an den Riechkolben im Gehirn des Hundes weiter.
Hunde schnuppern, schnüffeln, wittern, riechen. Sie verfolgen während eines Spazierganges Spuren von anderen Hunden, Wildtieren, Menschen.
Sie schnuppern an Hunden und an Markierungen anderer Hunde.
Sie stöbern mit der Nase nach Freßbarem. Sie beriechen sich gegenseitig. Fast immer ist die Nase aktiv.
Für den Hund gehört der Einsatz des Geruchssinns zum Alltag - in der Natur ist er überlebenswichtig.
Seit vielen Jahren nutzt der Mensch den herausragenden Geruchssinn des Hundes: Jagdhund, Rettungshund und Spürhund sind nur einige Beispiele.
Der heutige Familienhund ist was seine Nasen-Fähigkeit angeht häufig
unterfordert.
Seine - für den Menschen nur schwer verständliche - Geruchswelt wird nur selten gefördert oder gar genutzt.
Viele Hundebesitzer wissen gar nicht, zu welch herausragender Nasenleistung der eigene Hund fähig ist.
Dabei gibt es schöne Beschäftigungsmöglichkeiten, die den Hund in seinen natürlichen Trieben fordern und auslasten.
Mantrailing ist eine Art Spurensuche, bei der der
Hund die Individualspur (s.o.) eines Menschen verfolgt.
Einsatzbereiche für Personensuchhunde sind vermisste Personen z.B.
Kinder und Wanderer, die sich verlaufen haben
Menschen, die sich in suizidaler Absicht entfernt haben
Alzheimer- und Demenzpatienten
desorientierte Personen
verunfallte Sportler / Wanderer
Straftäter
Der Spurenverlauf kann dabei durch Wald, Feld und Wiesen, aber auch über Asphalt und durch die Stadt führen.
Dem Hund ist es dabei egal, ob die gesuchte Person sich zu Fuß oder mit einem Rad oder Pferd entfernt
hat.
Die Spur kann auch durch Gebäude oder stark kontaminiertes Gelände gehen, so z. B. über einen Marktplatz, bei der Stunden nachdem die Person dort gewesen ist, Marktbetrieb war.
Ein gut ausgebildeter Hund identifiziert die gesuchte Person in einer Gruppe von
Menschen (Identifizierung / line-up). Für einen professionellen Trailer sollte auch Ablenkung durch Wild, andere Hunde oder Menschenmengen kein Problem sein.
Verleit- und intensive Störgerüche werden vom gesuchten Geruch differenziert und ignoriert.
Beim Trailing wird der Hund im Regelfall im Geschirr an einer langen Leine gearbeitet.
Die meisten Hundeführer wünschen eine straffe
Leinenführung, der Zug an der Leine dient dann als eines der Zeichen, durch die der Hundeführer seinen Hund lesen kann.
Eine Beeinflussung / Korrektur des Hundes durch den Hundeführer über die Leine findet nicht statt.
Der Hund arbeitet beim Trailen mal mit tiefer, mal mit hoher Nase, mal langsam, mal schnell.
Einige Organisationen verlangen, dass der Hund - um effektiv zu arbeiten - auch größere Teilstücke abschneiden können soll, andere Organisationen verlangen, dass der Hund die Spur möglichst spurtreu absuchen soll, um ggf. noch Gegenstände der Person (Beweismittel) zu finden.
Wir brauchen dem Hund nicht beizubringen, wie man sucht.
Wir müsen ihm nur verdeutlichen, was wir wollen, was er suchen soll!
Chiaros Homepage
